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Niedrigschwellige Angebote

ASB mit neuen Betreuungsangeboten - Neues Pflegeleistungsgesetz in Kraft getreten.

Niedrigschwellige Angebote Zum 01. Juli 2008 trat das neue Pflegeleistungs-ergänzungsgesetz mit einer Reihe von Vorteilen für die Pflegebedürftigen in Kraft.

Dazu zählt neben der Erhöhung der individuellen Pflegesätze auch eine Erweiterung der Möglichkeiten zur Inanspruchnahme von niedrigschwelligen Betreuungsangeboten und deren Vergütung.

Unter niedrigschwelligen Betreuungsangeboten versteht man die stundenweise Betreuung von Menschen mit Demenz, geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen durch geschulte Helferinnen/Helfer oder Fachkräfte.

Im Rahmen der medizinischen Begutachtung für eine Pflegestufe wurde bisher die Notwendigkeit einer solchen Betreuung anerkannt. Seit dem 01. Juli 2008 können diese Leistungen für diese Menschen auch ohne Pflegestufe anerkannt werden. Dazu ist aber ein Antrag bei der Pflegekasse notwendig.

Die Betreuung beim ASB erfolgt entweder in Betreuungsgruppen oder als Einzelbetreuung im häuslichen Bereich.

Das Konzept der Betreuungsgruppen wurde speziell zur Betreuung von Menschen mit Demenz entwickelt. In kleinen Gruppen werden ca. drei bis acht Personen einmal wöchentlich für ca. zwei bis vier Stunden betreut. Die Gruppe bietet den Kranken die Möglichkeit, Geselligkeit in einem auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Rahmen zu erfahren. Die Kranken werden durch die Gruppe emotional aufgefangen und gestützt. Dadurch wird das Selbstwertgefühl gestärkt und die Selbstständigkeit bleibt länger erhalten.

Den Angehörigen bietet die Betreuung Entlastung, Freizeit und Erholung sowie Kontaktmöglichkeiten für die betreuten Personen zu anderen Personen und den geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Die Einzelbetreuung im häuslichen Bereich orientiert sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Kranken. Auch hier wird das Ziel verfolgt, die Personen zu stützen und emotional aufzufangen.

Zur Entlastung pflegender Angehöriger bieten wir folgende individuelle Leistungen im häuslichen Bereich an:

  • Gesprächsführung
  • Gemeinsame Mediennutzung
  • Spaziergänge
  • Ausfahren im Rollstuhl
  • Hilfestellung/Anleitung zum Training von Selbstständigkeit
  • Gemeinsames Singen/Spielen, Anleitung zur selbstständigen Beschäftigung
  • allgemeine Beaufsichtigung

Die Versorgung erfolgt individuell und generell als Einzelbetreuung unter Berücksichtigung der Defizite und Ressourcen unserer Kunden.

Über das Pflegeleistungsergänzungsgesetz werden je nach Bedarf bis zu 2.400,- € im Jahr als zusätzliche Leistungen für Pflegebedürftige in häuslicher Pflege, bei denen neben dem Hilfsbedarf im Bereich der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung ein erheblicher Bedarf an allgemeiner Betreuung vorliegt, von der Pflegekasse bereit gestellt. Dies betrifft Pflegebedürftige aller Pflegestufen und auch ohne Pflegestufe mit

  • demenzbedingten Fähigkeitsstörungen
  • geistigen Behinderungen oder
  • psychischen Erkrankungen.

Für den Betreuungsbetrag gibt es zwei Kategorien:

  • Personen mit einem geringen Betreuungsbedarf bekommen maximal 100,00 Euro monatlich (Grundbedarf)
  • Personen mit einem höheren Betreuungsbedarf bekommen maximal 200,00 Euro monatlich (erhöhter Bedarf)

Der Betreuungsbetrag wird unabhängig von einer Pflegestufe gewährt, d. h.: Auch Personen mit stark eingeschränkten Alltagskompetenzen ohne Pflegestufe bekommen je nach Betreuungsbedarf einen Betrag von der Pflegekasse. Der Betrag ist zweckgebunden für qualitätsgesicherte Betreuungsleistungen einzusetzen. Er dient der Erstattung von Aufwendungen, die den Pflegebedürftigen im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Leistungen entstehen.

Diese fachlich kompetenten Leistungen erhalten Sie bei der Sozialstation des ASB Regionalverbandes Saalekreis Süd e.V.